
Bevor Sie Ihr Telefon zur Reparatur einsenden, sollten Sie einen Moment innehalten und überprüfen, ob Sie alles im Griff haben. Hier sind einige wichtige Punkte, die Sie beachten sollten, um den Reparaturprozess reibungslos und problemlos zu gestalten.
Nur wenige Menschen wissen, dass es bei der Einsendung eines Smartphones zur Reparatur einige Dinge gibt, die man beachten muss. Das Abgeben des Geräts beim Hersteller-Service besteht nicht nur darin, es einzupacken und dem Kurier zu übergeben. Es gibt bestimmte Maßnahmen, die 99 % der Menschen einfach vergessen. Wahrscheinlich deshalb, weil sie kein zusätzliches Wissen in diesem Bereich haben.
Bereiten Sie Ihr Smartphone sorgfältig vor
Wenn unser Gerät einen Defekt aufweist, müssen wir es höchstwahrscheinlich zur Reparatur an den Hersteller-Service schicken (sofern noch Garantie besteht). Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Gerät zur Reparatur zu schicken. Sie können beispielsweise den Verkäufer, bei dem Sie das Gerät gekauft haben, bitten, das Gerät im Rahmen der Garantie an den Hersteller zu senden. Einige Verkäufer versuchen manchmal, sich aus dieser Verpflichtung zu stehlen, aber bedenken Sie, dass sie verpflichtet sind, Ihnen zu helfen.
Eine andere Möglichkeit ist es, das Telefon selbst an den Service zu schicken, indem Sie den sogenannten Door-to-Door-Service (D2D) nutzen. Jeder Hersteller bietet unterschiedliche Garantieoptionen an. Eine davon besteht darin, das Gerät persönlich zu einer Reparaturstelle zu bringen. Die Anzahl der autorisierten Servicezentren kann je nach Hersteller variieren. Oft erfährt man bei solchen Besuchen von Sonderaktionen, wie etwa einer kostenpflichtigen Batteriewechsel-Aktion, wenn die Batterie nicht mehr unter die Garantie fällt.
Unabhängig davon, wie Sie Ihr Gerät zum Hersteller-Service bringen, müssen Sie es vorbereiten. Was bedeutet das? Zunächst sollten alle Karten (Speicher- und SIM-Karten) aus dem Gerät entfernt werden. Außerdem sollten Sie, wenn möglich, eine Sicherungskopie Ihrer Daten erstellen, entweder in der Cloud oder auf einem externen Datenträger. Wenn Sie alle diese Schritte beachtet haben, sind Sie fast bereit, das Gerät zur Reparatur zu schicken. Warum fast? Wenige Menschen wissen, wie wichtig es ist, vor dem Versand Fotos des Geräts zu machen. Auf diese Weise können Sie den Zustand Ihres Telefons dokumentieren, bevor es im Service oder beim Transport beschädigt wird. Das Erstellen von ein paar Fotos dauert nur wenige Sekunden, kann Ihnen aber später helfen, falls es zu einem Schaden kommt, dessen Ursache unklar ist.
Beschreiben Sie das Gerät genau und listen Sie alle Defekte auf
Das Erstellen einer Fotodokumentation ist wichtig, aber auch die schriftliche Beschreibung des Zustands Ihres Telefons ist unerlässlich. Dieser Bericht wird von einem Servicemitarbeiter gelesen und in das System eingegeben. Das gibt Ihnen eine zusätzliche Sicherheit, denn zusätzlich zu den Fotos (die der Service nicht unbedingt kennt) haben Sie ein Dokument, das im System hinterlegt ist.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Beschreibung aller Defekte Ihres Telefons. Dies ist besonders wichtig, wenn es sich um periodische Defekte handelt, die nur gelegentlich auftreten. In diesem Fall sollten Sie jede Situation genau beschreiben, die den Defekt verursacht haben könnte. Zum Beispiel, wenn Ihr Telefon häufig Anrufe abbricht und vorher überhitzt war, sollten Sie dies unbedingt erwähnen. Solche zusätzlichen Beschreibungen sind besonders nützlich, wenn die Defekte nur sporadisch auftreten. Bei dauerhaften Schäden, wie einem Gerät, das sich nicht mehr einschalten lässt, reicht in der Regel eine einfache Beschreibung aus. Natürlich ist es nicht zwingend erforderlich, zusätzliche Informationen hinzuzufügen, da die Techniker mit speziellen Diagnosetools in der Lage sind, den Fehler zu identifizieren. Es kann jedoch hilfreich sein, Ihren Reparaturanspruch zusätzlich mit Angaben aus der Garantiekarte zu untermauern.

Vergessen Sie nicht den Kaufbeleg, sonst keine Reparatur
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Kaufbeleg. Ohne einen Nachweis über den Kauf kann die Reparatur verweigert werden. Der Beleg kann eine einfache Quittung, eine Rechnung oder ein Screenshot aus dem Online-Shop sein. Sollte das Gerät ohne einen solchen Beleg eingesendet werden, wird es möglicherweise ohne Reparatur zurückgesendet.
Es gibt jedoch einige Hersteller, die diesen Nachweis nicht benötigen, insbesondere wenn das Gerät noch relativ neu ist. Einige Hersteller, wie Apple, berechnen die Garantiezeit ab dem Produktionsdatum oder dem Datum der Aktivierung. Diese Informationen sind online abrufbar, indem Sie die Seriennummer des Geräts auf der Website des Herstellers eingeben.
Vergessen Sie nicht, dass einige Reparaturen die Garantiezeit um bis zu zwei Jahre verlängern können. Das ist ein wichtiger Punkt, an den viele Menschen nicht denken.
Die beschriebenen Schritte sind zwar nicht zwingend erforderlich, können aber in strittigen Fällen äußerst hilfreich sein.

